Moderne Kunst boomt. Austellungen die noch vor einigen Jahren nur ein Fachpublikum angezogen hätten, verursachen oft stundenlange Warteschlangen vor den Museen und Galerien schießen wie Pilze aus dem Boden. Bei diesem Interesse steigen nicht nur die Preise für alte Meister oder Klassiker der Moderne, auch neue Talente und die aktuelle Künstlerszene rücken in den Blickpunkt von Kunstsammlern und Investoren. Trotzdem sollte man nicht wahlos Gemälde und Skulpturen kaufen und auf eine rasante Wertsteigerung hoffen. Die Ästhetik und die brennenden Themen kommender Generationen lassen sich kaum vorhersagen. Deswegen wählen erfolgreiche Kunstsammler Stücke aus, die ihnen selbst gefallen und denen sie selbst eine Bedeutung zusprechen. Mit etwas Glück und wachsendem Kunstverstand sind sie mit Ihrer Einschätzung nicht allein und ihre Kunstobjekte entwickeln sich zur echten Wertanlage.
Im schlimmsten Fall haben sie nur etwas erworben, was ihnen persönlich Freude macht. Entscheidend ist auch, ob ein Künstler eher universelle, langfristige Probleme anspricht, wie zum Beispiel die Informationsflut und unseren zweifelhaften Umgang mit der Natur oder typische Modethemen.
Absolventen namhafter Ausbildungsstätten und Schüler gefragter Künstler, werden oft schon am Beginn ihrer Karriere hoch gehandelt und können in bekannten Galerien ausstellen. Ähnlich wie in der Musik präsentieren sich Künstler unabhängig vom normalen Kunstbetrieb zunehmend direkt im Internet einem breiten Publikum.